Die SHiP gibt 1000€ für die Kinder der Wohnunterkunft „Auf dem Sülzbrack“

Im letzten Jahr hat die SHiP die Flüchtlingshilfe Kirchwerder unterstützt.

Seit nunmehr fast vier Jahren kümmern sich die Freiwilligen der Flüchtlingshilfe Kirchwerder um die rund 250 Menschen in der Wohnunterkunft „auf dem Sülzbrack“. Die Menschen stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak oder Eritrea. Neben Deutsch- und Alphabetisierungskursen, Bastelkursen für die Kleinen, Begleitung zu Behörden, Ärzten und Schulen werden auch Ausflüge und andere Unternehmungen bis hin zum Grillabend und Weihnachtsfest organisiert. Die etwa 20 Freiwilligen werden bei Bedarf von weiteren Ehrenamtlichen unterstützt. Zur Finanzierung dieser Aktivitäten wollten wir von der Stiftung Haus im Park gern beitragen.
Die Flüchtlingshilfe hat sich nun in einem Bericht über das Projekt und die Verwendung der Gelder bedankt, aus dem wir hier gerne Auszüge weitergeben wollen.

Die Flüchtlingshilfe berichtet

„Anfang des Jahres 2018 hat die Stiftung Haus im Park der Flüchtlingshilfe 1.000€ zur Verfügung gestellt, um weitere „Exkursionen“ zu ermöglichen.
Gerade für die Kinder und Jugendlichen sind die Schulferien eine schwierige Zeit, da die Wohnsituation ja doch beengt ist und sie zumeist noch nicht in einen Freundeskreis, Sportverein oder andere Gruppen eingebunden sind, mit denen sie sich vergnügen könnten. Darum versuchen wir immer, ein kleines Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. Aber auch außerhalb der Ferien sind wir manchmal an Wochenenden mit einer Gruppe unterwegs. So sind wir in den Weihnachtsferien mit den Größeren auf die Eisbahn in Planten un Blomen gefahren und haben für die Kleinen einen „Kino-Abend“ im Gruppenraum der Unterkunft organisiert. In den Frühjahrsferien gab es einen Ausflug zum Tropenhaus in Hagenbecks Tierpark und den Besuch einer Vorstellung im Planetarium (das finden allerdings auch die Erwachsenen sehr spannend und schön!).
In Zusammenarbeit mit dem NABU fand im Frühjahr eine kleine Wanderung in Kirchwerder statt, während der die hiesige Pflanzen- und Tierwelt erklärt wurde.
Gleich zu Beginn der Sommerferien trafen wir uns zum inzwischen schon „traditionellen“ Grillfest am dem Sülzbrack benachbarten Elbestrand. Dort lässt sich wunderbar verweilen und ein wenig in der Elbe plantschen. Im Sommer brachen wir an einem der ganz heißen Tage mit einer großen Gruppe zum Stadtrundgang nach Hamburg auf. Unterwegs wurden unvergessliche unentbehrliche deutsche Sätze geübt: „Wann sind wir endlich da? Ich kann nicht mehr! Meine Füße tun so weh!“ Wir liefen vom Rathaus über die Katharinenkirche (mit Besuch im Museum) zu den Landungsbrücken, um dort noch mit einer Hafenfähre auf der Elbe zu schippern.
Im Herbst besuchten wir das Weltkinderfest, machten einen Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge und einen Bildungs-Spaziergang auf dem Gut Karlshöhe.
Kürzlich haben wir dann einigen Kindern einen Traum erfüllt, die unbedingt einmal den Hamburger Dom kennen lernen wollten. Im November gab es einen Besuch im Zoologischen Museum.
Auch eine Weihnachtsfeier in den Gruppenräumen der Unterkunft ist inzwischen eine „Institution“. Die Frauen kochen die wunderbarsten Gerichte für das Buffet und es geht ungemein munter zu!

Diese gemeinsamen Unternehmungen sind nicht nur immer sehr vergnüglich für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, es gibt auch noch mehr Aspekte: Ganz nebenbei wird im Deutschunterricht Gelerntes in der Praxis angewendet und dabei natürlich verfestigt. Unterwegs kommen zudem oft Themen und Probleme zur Sprache, die bei den Angeboten in der Unterkunft keinen Raum haben, und es kann so ein Anfang gemacht werden, um Lösungen zu finden. Sowohl die Freiwilligen und die BewohnerInnen als auch die Menschen untereinander, die dort auf dem Sülzbrack zusammen leben, lernen sich besser kennen und knüpfen oft freundschaftliche Kontakte. Es ist vielleicht auch ein wenig diesem Miteinander zu verdanken, dass „Auf dem Sülzbrack“ als eine relativ unproblematische friedliche Unterkunft gilt.

Wir danken der Stiftung Haus im Park sehr für die Unterstützung, die einige unserer Ausflüge finanziert hat!“

Fotos: Flüchtlingshilfe Kirchwerder