Jedes Kind muss lesen lernen!

Unter diesem Motto hat die Hamburger Kinderbuchautorin Kirsten Boie eine Petition gestartet, die am 20.09.2018 (Weltkindertag) dem Bundesministerium für Bildung und Forschung überreicht werden soll.

Aktuelle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Lesekompetenz der Grundschüler in Deutschland verschlechtert hat und zudem stark von der sozialen Herkunft abhängt. Kirsten Boie, Ulrich Wickert, Ulla Hahn und viele andere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur rufen die Politik dazu auf, mehr finanzielle Mittel für die Bildungspolitik bereitzustellen.

Was die Unterzeichner u.a. fordern: Frühzeitige Fördermaßnahmen in Kleingruppen und mehr Studienplätze für die Lehrerausbildung, um ausreichend Grundschullehrer einstellen zu können. Außerdem müsse es Bibliotheken, Lesungen und Lektüreprogramme gerade auch an den Schulen geben, deren Schülerschaft eher bildungsfern ist.

Große Unterstützung findet die Hamburger Erklärung auch bei den ehrenamtlichen LeseLernhelfern der SHiP – Stiftung Haus im Park. Die mehr als 50 Ehrenamtlichen sind regelmäßig an Bergedorfer Grundschulen im Einsatz. Sie helfen den Schulanfängern beim Lesen und Verstehen von Texten – die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Vor allem aber teilen sie ihre Begeisterung für das Lesen mit den Kindern.

Teilweise erlebe ich Kinder, die in der vierten Klasse immer noch keine Texte flüssig lesen können und denen sich der Sinnzusammenhang nicht erschließt. Eine Katastrophe für den weiteren Schulweg“, sagt Jutta Johannsen, Initiatorin der LeseLernhelfer und ruft aus diesen Gründen dazu auf, die Petition zu unterstützen.

Online-Petition: https://www.change.org/p/jedes-kind-muss-lesen-lernen