Vom Klang der Bilder

Ein Generationen verbindendes Kooperationsprojekt von Hansa-Gymnasium und Haus im Park, gefördert von der SHiP 

Im Arbeitsprozess

Besprechung der fertigen Werke

Die SHiP - Stiftung Haus im Park hat aus ihrem Fördertopf ein generationenübergreifendes Kunstprojekt gefördert, das spannende Ergebnisse zu Tage gefördert hat!

Lesen Sie hier den Bericht von Elisabeth Solinsky, Kulturbeauftragte am Hansa-Gymnasium:

"Freitagnachmittag, 13.30 Uhr – emsiges Stiftescharren, Klacken und Rauschen von Graphitstiften auf Papierbögen tönt aus dem mittleren Kunstraum des Hansa-Gymnasiums. Ein Blick hinein zeigt: An den großen Tischen sitzen in lockeren Gruppen gemischt Senioren (aus den Kunstkursen von Rainer Heckel im Haus im Park) und Schülerinnen und Schüler (verschiedener Klassenstufen des Hansa-Gymnasiums). Eine Gruppe in Klassenstärke beugt sich über die entstehenden Werke, alle sind gemeinsam in die Arbeit vertieft. Dieses selbstverständlich wirkende Gemeinschaftsgefühl bestimmte von Anfang an die sehr entspannte Atmosphäre bei dieser effektiven und ertragreichen Workshop-Arbeit.

Nach dem Verteilen des mitgebrachten Materials, einer kurzen Begrüßung und Namensrunde gab Rainer Heckel auch sofort den ersten Arbeitsauftrag: rhythmisches Zeichnen eines musikalischen Urzeichens – einem geschwungenen Notenschlüssel – im Großformat! Über Minuten fuhren die Graphitstifte immer wieder die Schwünge des ersten Zeichens ab, sausten über das Papier und ergaben schließlich akustisch einen Klangteppich aus vielen, sich überlagernden Einzelrhythmen. Da war die Gemeinschaft hörbar und der Zusammenklang spürbar. Es entstand ein Moment einer Klangbrücke über die Generationen hinweg und manifestierte sich in ersten Bilderzeugnissen. Später gaben stilistisch sehr unterschiedliche Hörbeispiele (u.a. von Gustav Holst, Steve Reich und Modest Mussorgsky) die Impulse zur Umsetzung von dabei entstandenen Assoziationen in Farbe und Form. Die Ergebnisse wurden am Ende einer Sitzung im langen Kunstflur nebeneinander gelegt und zusammen begutachtet. In den darüber entstandenen Gesprächen zeigte sich, dass die Teilnehmer – Senioren und Schüler – sehr voneinander beeindruckt waren. Dabei wurde besonders gewürdigt, dass bei fortschreitender Arbeit eigentlich bei jedem eine eigene "Handschrift" in der assoziativen Umsetzung der verschiedenen Klangbeispiele sichtbar wurde. Der Austausch über diese verschiedenen Interpretationen brachte die Gruppe dann noch einmal näher zusammen.
In einer Ausstellung im Haus im Park werden im September die Ergebnisse dieses sehr fruchtbaren Projektes zu sehen sein.
Übrigens: Das Projekt "Vom Klang der Bilder" verband nicht nur Generationen und Künste, sondern schlägt inhaltlich gesehen auch eine Brücke zwischen zwei Musiktheater-Kooperationsprojekten von Hansa-Gymnasium und Haus im Park, der Jugendoper "Orpheus" und seinem Musiktheater-Nachfolgeprojekt im kommenden Jahr.
Wir danken Rainer Heckel für die wunderbare Anleitung des Projektes sowie für die Kuratierung der Ausstellung, den Kunstkollegen des Hansa-Gymnasiums für die kooperative Bereitstellung der Räumlichkeiten und – nicht zuletzt – der Stiftung Haus im Park (SHiP), die dieses Projekt durch die Finanzierung erst ermöglicht hat."