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„Demokratie lebt von Mitmachen“

Bergedorfer Konfirmanden werden für ihren Beitrag zum Namentuch-Denkmal bei Demokratie-Wettbewerb ausgezeichnet

 

Stellwand vom Projekt Namentuch-Denkmal

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank spricht am Eröffnungstag zu den Schülerinnen und Schülern

Ein Besucher studiert das Biogramm der Stillen Heldin Ottilie Holweg

Was sind wir bereit, für mehr Demokratie zu tun?

Andere historische Projekte beschäftigen sich z.B. mit dem Leben der Anne Frank

#junge Demokratie

Wettbewerb „Demokratisch Handeln“ bringt Engagierte zusammen

2017 beteiligte sich eine Konfirmanden-Gruppe der Kirchengemeinde St. Michael zu Bergedorf am Projekt „Namentuch-Denkmal. Garten der Stillen Helden“ der Stiftung Haus im Park. Die Mädchen und Jungen recherchierten sechs bewegende Biografien „Stiller Helden“ und widmeten jedem dieser Menschen ein eigenes Namentuch.

Mit ihren Ergebnissen bewarb sich die Gruppe bei dem Förderprogramm „Demokratisch Handeln. Ein Wettbewerb für Jugend und Schule“. Der jährlich ausgetragene Wettbewerb fördert politische Bildung und Demokratie-Erziehung in Schulen und anderen Orten der Jugendarbeit. Höhepunkt der jährlichen Ausschreibung ist die „Lernstatt Demokratie“ - eine mehrtägige Veranstaltung, bei der ausgewählte Projekte ihre Ergebnisse in einer Ausstellung präsentieren dürfen. Außerdem gibt es ein vielfältiges Programm mit Workshops, Musik und anderen Aktionen, um einander kennen und schließlich voneinander zu lernen.

"Namentuch-Denkmal" als best-practice Projekt ausgezeichnet

Aus gut 250 Bewerbungen, wurde in diesem Jahr auch die Bergedorfer Konfirmanden-Gruppe mit ihrer Arbeit am „Namentuch-Denkmal“ als eines von 65 best-practice Projekten ausgewählt und zur „Lernstatt Demokratie 2018“ eingeladen. Auf dieser kamen vom 12. bis zum 15. Juni engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland in Hamburg zusammen. So hatten es Diakon Matthias Förster und die ehemaligen Konfirmandinnen Lilith Holweg und Kiana Scherm, die stellvertretend für die Gruppe an der „Lernstatt“ teilnahmen, nicht weit zum „Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg“, dem diesjährigen Gastgeber der Veranstaltung. An vier Tagen stellten hier die Projektgruppen ihre Ideen für ein besseres, ein demokratischeres Miteinander vor.


Geschichten der „Stillen Helden“ bewegen die Besucher

Lilith und Kiana präsentierten vier der Namentücher, die bei der Beteiligung der Kirchengemeinde St. Michael an dem Projekt entstanden sind. Darunter auch die Namentücher der „Stillen Helden“ Ottilie Holweg und Adolf Arndt, die Lilith und Kiana in ihren eigenen Familien recherchierten.

Der persönliche Bezug zu der Geschichte dieser „Stillen Helden“ weckte bei vielen Interessenten die Neugier und mit etwas Glück auch die Lust, sich in Zukunft selbst mit dieser Thematik auseinander zu setzen.


Ein wichtiger Appell

Die Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus war eines der dominierenden Themenfelder der ausgestellten Projekte. Aber auch die Situation von Geflüchteten, das Miteinander unterschiedlicher Kulturen und die Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus waren stark vertretene Themen. Dies zeigt, wie aktuell die Anliegen sind, mit denen sich das Projekt „Namentuch-Denkmal“ auseinandersetzt: Zivilcourage, Verständnis, Menschlichkeit und vor allem: Hinschauen statt Wegschauen.

Diesen wichtigen Appell gab auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank den Teilnehmern und Teilnehmerinnen bei ihrer Rede am Eröffnungstag der „Lernstatt“ mit auf den Weg: „Demokratie lebt von Mitmachen.“

Mehr Informationen zum Projekt Namentuch-Denkmal finden Sie hier.