Corona nimmt uns zeitweilig aus dem Spiel - Engagement im Wartestand

ein Gastbeitrag von LeseLernhelferin Ingrid Kempf
ergänzt um einen Kommentar von Beate Braubach

Gerade habe ich eine kleine „Geschichte“ gefunden, die, wie ich meine, so einige Parallelen zu dieser unserer Lebenszeit 2020 hat:

„Ein Mann schaute spielenden Kindern zu. 
Sie spielten Eisenbahn. Der Erste war Lokomotive und fauchte mächtig. Die anderen zogen als Wagenschlange im Kreis hinter ihm her. Nur ein kleiner Junge stand abseits, und der Mann fragte ihn: „Warum lassen die dich nicht mitspielen?“
Da sah der Kleine ihn überrascht an: „Ich spiele auch mit. Ich bin nur gerade abgehängt und stehe auf dem Abstellgleis.“
Vom Abstellgleis aus mitspielen – wer das als Aufgabe versteht, hat schon gewonnen!“
(von Johannes Kuhn, Kreuz Verlag: Was Menschen bewegt)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wunderbaren, farbenfroh leuchtenden Herbst.
Ingrid Kempf

Beate Braubach, eine der Projektleiterinnen der LeseLernhelfer, kommentiert:
„Ich spiele auch mit. Ich bin nur gerade abgehängt und stehe auf dem Abstellgleis.“
Mit diesem Satz kann sich auch Beate Braubach identifizieren und fasst stellvertretend für die LeseLernhelfer*innen zusammen: „50 Ehrenamtliche wurden durch Corona ausgebremst. Wie wir alle wissen, ist das Virus vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen und Ältere sehr gefährlich. Deshalb pausieren die LeseLernhelfer*innen nun schon seit März/ April 2020 und es ist noch nicht absehbar, wann sie „ihre Grundschulkinder“ in den Bergedorfer Schulen wiedersehen und mit ihnen das Lesen üben können.“